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Gästebuch

Weg und Geschichte der
 294. Infanteriedivision 1940 - 1944

Königlich-Sächsische
 Reserve-Infanterie-Regiment 106

Res.-Inf.Rgt. 106

Das Jahr 1914

Das Jahr 1915

Das Jahr 1916

Das Jahr 1917

Das Jahr 1918

Verlustliste des Regimentes, sortiert nach Familiennamen:
A  B  C  D  E  F  G  H  I  J   K  L  M  N  O  P  Q  R S  T  U  V  W  Z
 

Das Res.Inf.Rgt. 106 im Jahr 1918

 

28.03.1918

19.04.1918


Ende Mai 1918

31.05.1918
01.06.1918

02.06.1918


03.06.1918

04.06.1918

13.06.1918
14.06.1918


17.06.1918



05.07.1918


12.07.1918



15.07.1918

16.07.1918



21.07.1918





22.07.1918



23.07.1918
25.07.1918

27.-29.07.1918

01.08.1918



21.08.1918

31.08.1918








12.09.1918



13.09.1918
14.09.1918

15.09.1918

26.09.1918
01.10.1918


08.10.1918


09.10.1918

10.10.1918




12.10.1918

15.10.1918


20.10.1918
21.10.1918

22.10.1918

24.-25.10.1918

26.10.1918

27.10.1918
29.10.1918



01.11.1918



05.11.1918


08.11.1918



11.11.1918


13.11.1918

14.11.1918
15.11.1918
16.11.1918
17.11.1918
18.11.1918

19.11.1918






22.11.1918


25.11.1918



02.12.1918

14.12.1918

16.01.1919

Das Regiment übernahm von der rechts benachbarten 19. Ersatz-Division den
Abschnitt Bezonvauxbach, Eichbusch, Stützpunkt Bayern und Hohler Zahn.
Die Abschnittsgrenze des Res.Inf.Rgt. 106 wurde abermals nach rechts verlegt
und wurde bis Ornes ausgedehnt. Das Ruhebataillon, Bagagen und das
Geschäftszimmer wurden in Loison untergebracht.
Das Res.I.R.106 wurde aus Stellung vor Verdun herausgezogen und durch die 76.
Res.Div. ersetzt.
Das III. Btl. wurde in Audun le Roman verladen.
Das II. Btl. wurde mittags in Arrancy verladen, das III. Btl. wurde in Bergnicourt
ausgeladen.
Das I. Btl. wurde in Nouillon verladen, der Regimentsstab in Spincourt. Nach kurzer
Eisenbahnfahrt kamen die Regimenter hinter der Reimsfront zur Ausladung. Das
II. Btl. wurde in Chatelet ausgeladen und kam im Taubertlager unter.
Das I. Btl. und der Regimentsstab wurden in Chatelet ausgeladen und kamen im
Taubertlager unter.
Der Regimentsstab und das III. Btl. erreichen Bazancourt, das II. Btl. macht Biwak
bei Bazancourt und das I. Btl. Ortsbiwak in Pomacle.
Die Division wurde weiter nach Osten zur Gruppe Borne vorgeschoben.
Der Regimentsstab sowie das III. Btl. erreichten bei großer Hitze Bantelay, das
II. Btl. das Lager 1/2 km westlich Bouvancourt am Wege Bouvancourt-Hermonville,
das I. Btl. das Lager 1/2 km östlich Bantelay.
Das Res.Inf.Rgt. 106 löst das I.R. 447 Boujacourt und Chambrecy ab. Der
Regimentsgefechtsstand befindet sich im Waldstück 1 km nördlich Chambrecy, die
Gefechtsbagage in Faverolles, die Große Bagage und die Geschäftszimmer in
Prouilly.
Das Res.I.R.106 wurde in der Stellung vom I.R.178 abgelöst und hinter der Front
im Lager nordwestlich der Cuissatmühle (I. Btl.), in Prouilly (Regimentsstab und
II. Btl.) und in Sapicourt (III. Btl.) untergebracht.
Das II. Btl. rückt in die Bereitstellung bei Sarcy, das I. und III. Btl. an die Steilhänge
700 m südöstlich von Tramery und 300 m südlich Coemy. Damit war die
Gruppierung der Angriffskräfte (Res.I.R. 106 hinter der Mitte der Regimenter 178
und 351) für die Angriffsschlacht an der Marne vollzogen.
1. Kampftag der Angriffsschlacht an der Marne. Das I. Btl. nimmt das Dorf Nappes
ein.
2. Kampftag der Angriffsschlacht. Wiederholte eigene Angriffe auf das Dorf Marsaux.
Aus den Kompanien der zusammengeschmolzenen Kompanien des I. und II. Btl.
wurde das Bataillon Metzner gebildet. Das III. Btl. wurde bis in die Höhe des
Wäldchens von Marsaux vorgezogen.
In der Nacht zum 21.07.1918 wurde das Regiment durch das I.R. 158 abgelöst. Bei
Tagesanbruch marschierte das Regiment über Bille-en-Tardenois - Coemy nach
Savigny und bezog hier Ortsbiwak. In den Kämpfen vom 15.07.-20.07. hatte das
Regiment folgende Verluste: Tote: 6 Offiziere, 101 Unteroffiziere und Mannschaften,
Verwundet: 11 Offiziere und 435 Unteroffiziere und Mannschaften, Vermißt: 116
Unteroffiziere und  Mannschaften.
Das I. Btl. marschierte über Cuissatmühle - Trigny - Pouillon - Billers-Franqueux -
Loivre - Aumenancourt - St, Etienne nach dem Waldlager Hindenburg-Ost bei
Houdilcourt, das II. Btl. bis Villiers-Franqueux und das III. Btl. mit Regimentsstab bis
nach Pouillon.
Das Regiment versammelte sich im Hindenburg-Lager. Der nächste Tag ist Ruhetag.
Das I. und II. Btl. marschierten nach Hauteville, das III. Btl. nach Inaumont, der
Regimentsstab nach Novion-Porcien.
Das Regiment wird in Novion-Porcien zum Transport nach der Maas-Ostfront
nördlich von Verdun verladen.
Die 123 I.D. war mit der Eisenbahn über Charleville, Montmedy nach Bezin gelangt
und löste dort die 6. bayr. Inf.Div. ab. Das Res.I.R.106 besetzte den rechten Teil der
Stellung. Diese Stellung hieß bei den Soldaten “Sanatorium des Westens” und war
sehr ruhig.
Das Regiment wurde durch die 1. k.u.k. österreichische Inf.Div. abgelöst und rückte
bis zum 23.08.1918 in den links benachbarten Abschnitt der 232 I.D.
Das Regiment wurde vom I.R. 389 abgelöst. In den folgenden Tagen gelangten
die Bataillone über Azannes nach Jametz und wurden in Thonne le Pres (I. und II.
Btl.) Nouillon Pont (1. MG-Kp.), in Longuyon (II. Btl.) und in Charency
(Regimentsstab, 2. u. 3. MG-Kp.) verladen und nach Ars an der Mosel und Mars la
Tour (II. Btl.) verladen. Die 123. I. D. gehört hier zur Armeeabteilung C, vor deren
Front ein stärkerer Angriff der Amerikaner erwartet wurde. Der Regimentsstab,
das I. Btl. sowie die 1. und 3. MG-Kp. wurden in Ars a. d. Mosel, das II. Btl. mit
2. MG-Kp. in Dorningen und das III. Btl. in Gravelotte untergebracht. Mit der
Aufstellung einer Regimentsminenwerferkompanie wurde begonnen.
In der Nacht begann der erwartete amerikanische Angriff. Das Res.I.R.106 wurde
gegen 02.30 Uhr alarmiert und teilweise in Lastautos zunächst nach Bayonville
vorgezogen und dann in der Gegend La Grange-en-Haye-Ferme und
Sebastopol-Ferme bereitgestellt.
Der Gegner stieß erneut in die Vorfeldzone des I. und II. Btl. vor.
Die Bataillone des Regimentes wurden abgelöst und nach der Talmulde östlich der
Sebastopol-Ferme zurückgezogen.
Das I. und III. Btl. lösten das Landwehr-I.R.94 in der sogenannten Michelstellung
zwischen Burg Preny und dem Divisionsplatz zwei km westlich von Preny ab.
Großangriff der Amerikaner gegen die Michelstellung.
Das Res.I.R.106 wurde aus seinem bisherigen Abschnitt herausgezogen und
übernahm auf dem rechten Flügel der Division den Abschnitt des I.R.174 in der
Michelstellung südlich Wawille.
Die 123 I.D. wurde durch die 8. Landwehr-Division abgelöst. Das Regiment wurde
nach Gravelotte (I. Btl.), nach Malmaison und Wernheim (II. Btl.) sowie nach
Rezonville (III. Btl.) zurückgezogen.
Das Regiment wurde in Ars an der Mosel verladen, soweit nicht schon vorher der
Abtransport durch Lastkraftwagen erfolgte.
Das Regiment trag über Stenay in Bayonville ein. Die Große Bagage und die
Minenwerferkompanie wurden auf dem Landmarsch verwiesen. Noch am Abend
mußte das I. Btl. wegen ungünstiger Nachrichten von der Front an des Nordrand
des Waldes von Andevanne an der Straße Remonville-Andevanne vorgezogen und
bereitgestellt werden.
Die 123 I.D. löste in der Nacht zum 12.10.1918 die 236. I.D. in deren Abschnitt von
Bantheville ab. Das Res.I.R.106 wurde zunächst als Reserve gehalten.
Die Minenwerferkompanie des Regimentes, bestehend aus sechs leichten
Minenwerfern, wurde dem I.R. 351 zum Einsatz zur Verfügung gestellt. Das
Res.I.R.106 hat eine Gefechtsstärke von 10 Offizieren und 314 Mann.
Das II. Btl. löst das rechte Kampfbataillon des I.R.178 bei Bantheville ab.
In Stenay traf Ersatz in Höhe von 400 Mann vom Feldrekrutendepot ein. Sie wurden
zu einem geschlossenen Bataillon vereinigt.
Die Stellung wurde auf das nördliche Ufer des Andonbaches in die Sentastellung
zurückgenommen.
Ablösung der völlig erschöpften 123.I.D. durch die 28.I.D. Das Res.I.R.106 wird
durch das I.R.110 abgelöst.
Das Regiment sammelt in Tailly und marschierte weiter zurück nach Beauclair und
Stenay.
Das Regiment erreicht Mouzay.
Das Regiment wurde in Chauvency bei Montmedy verladen. Nach einer Fahrt über
Longuyon, Spincourt und Baroncourt wurde das Regiment in Landreas ausgeladen
und bezog Unterkunft mit I. Btl. in Landres und dem Waldlager von Syrie, mit II. Btl.
in Mouaville, mit III. Btl. und Regimentsstab in Bechamps.
In den ersten Novembertagen wurde die 123. I.D. in die Gegend von Metz
transportiert und hier als Heeresgruppenreserve untergebracht. Das I. und II. Btl.
mit der MG-Kp. beziehen das Fort Goeben, das III. Btl. und die Minenwerferkompanie
die Tivolikaserne.
Die Division wird der Gruppe Gorz unterstellt. Durch Fußmarsch erreichen der
Regimentsstab und die Minenwerferkompanie St. Russin, I. und II. Btl. Mühlen bei
Metz, 1. und 2. MG-Kp. Siegach, das III. Btl. mit MG-Kp. Papolsheim.
Die 123. Infanterie-Division tritt als Heeresgruppenreserve zur Gruppe Mihiel über.
Das Res.I.R.106 erreicht noch am Abend mit dem I. Btl. Mars-la-Tour, mit II. Btl.
die Grizieres-Ferme, mit III. Btl. Bionville und der Regimentsstab sowie die
Minenwerferkompanie St. Marcel.
Das Regiment wurde um 06.00 Uhr früh benachrichtigt, daß um 12.00 Uhr mittags
der Waffenstillstand in Kraft tritt. Punkt 12.00 Uhr bricht jäh der Kampflärm ab. Auf
beiden Seiten verstummen die Geschütze.
Rückmarsch des Res.I.R.106 nach Beriels (Regimensstab, I. Btl., M.W.-Kompanie),
nach Gundersweiler-Altstetten (II. Btl.) und Sanringen (III. Btl.)
Rückmarsch bis nach Balmünster, Welwingen und Gelmingen.
Rückmarsch bis nach Berus, Differten und Bisten.
Ruhetag.
Das Regiment erreicht Saarbrücken.
Weiterer Rückmarsch durch das Saarland nach Spissen (Regimentsstab, I. Btl. und
M.W.-Kp.) Neuhäusel (II. Btl.) und Elversberg (III. Btl.).
In den Abendstunden wurde das Regiment in Neuhäusel-Kirkel verladen. In langer
Eisenbahnfahrt ging es über Homburg - Kaiserslautern - Rheinbrücke bei Speyer -
Darmstadt -  Aschaffenburg - Schweinfurth - Bamberg - Hof - Plauen nach Leipzig,
wo ursprünglich der Ausladung erfolgen sollte. Nach kurzen Aufenthalt wurden die
Transportzüge nach Frankenberg weitergeleitet, welches am 22.11.1918 erreicht
wird. Es stellt sich heraus, daß das Regiment fehlgeleitet wurde. Weiterfahrt nach
Glauchau.
In den späten Abendstunden erreicht das Regiment Glauchau. Der Regimentsstab
wird im Hotel Stadt Dresden in Glauchau untergebracht, das I. Btl. in St. Egidien,
das II. Btl. in Niederlungwitz und Reinholdshain, das III. Btl. in Remse.
Die ersten Mannschaften werden entlassen mit Ausnahme der Jahrgänge 1896-99;
die am 04.01.1919 zum I.R.139 nach Döbeln versetzt werden. Die übrigen
Jahrgänge müssen bis zum 15.01.1919 restlos entlassen sein mit Ausnahme des
Auflösungskommandos.
Auf dem Schützenplatz in Glauchau werden sämtliche Pferde des Regimentes
meistbietend versteigert.
Sämtliche Fahrzeuge und Nahkampfmittel wurden dem Bezirkskommando Glauchau
übergeben.
Laut Regimentsbefehl vom 14.01.1919 gilt das Reserve-Infanterie-Regiment 106 ab
dem 16.01.1919 als aufgelöst. Die aktiven Offiziere kehren zu ihren
Stammtruppenteilen zurück.